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Weise Worte für das Jahr 2016

Krise hier, Flüchtlinge dort. Krieg in der Ukraine, Krieg im Nahen Osten. Tag ein, Tag aus eine Bilderflut aus Blut, Drohung und Trauer. Was für eine Welt soll das sein möchte man sich fragen, wenn man mit Anschlagsdrohungen in seiner Heimatstadt konfrontiert, in das nächste Jahr blickt? Eine Schöne. Denn die Statistiker stellen uns Menschen ein gutes Zeugnis aus. Starben im zweiten Weltkrieg auf 100.000 Menschen zwanzig weltweit in Kriegen, waren es in den 80ern zu Zeiten des Vietnamkriegs acht, in den 90ern fünf und heute sind es zwei. Auch ist der Anteil der in Armut lebenden Menschen von 44% im Jahr 1981 auf schätzungsweise 10% im Jahr 2015 gefallen und das bei einem rapiden Bevölkerungswachstum. Die Alphabetisierungsrate ist die letzten 40 Jahre von 56% auf 83% gestiegen. Hier ist besonders der Anteil an Frauen, die Schulen besuchen gewachsen. Eine intellektuelle Kraft, die wir die nächsten Jahrzehnte erst noch erleben werden. Neben diesen sozialen Verbesserungen wird auch die Todesstrafe in immer mehr Staaten abgeschafft und die gleichgeschlechtliche Ehe mehr und mehr anerkannt. Die Mühlen mahlen langsam, dass muss man verstehen, auch wenn wir durch unsere heutigen Medien von einem Schrecken zum nächsten gejagt werden. Die Medien dafür als schlecht abzutun ist falsch, sie kritisch zu sehen, sicherlich besser. Es mag vermessen klingen, Kriegsopfer als Statistik abzutun, wenn man an die Masse von Bildern aus den Kriegsgebieten oder dem IS denkt. Doch diese Grausamkeit trägt der Mensch in sich, nur ist er immer besser darin sie zu bändigen. Ist denn die Flut an Nachrichten nun das schlechte? Nein, denn das Bewusstsein soll ruhig in uns weiter rasch wachsen, Lösungen für Probleme unserer Zeit zu finden, solange wir kritisch bleiben und nicht in der Flut untergehen und uns panisch vorm Ertrinken retten. In diesem Sinne, ein gute neues Jahr.