Eine Nachrichtensperre in Israel und schon herrscht Krieg

Im Nahen Osten herrscht wieder Krieg. Doch wie konnte es schon wieder soweit kommen? Was sind die Gründe für den erneuten Ausbruch von Gewalt? Wie gehen die beiden Parteien dabei vor und warum polarisiert dieser Krieg die europäische Gesellschaft so sehr? Am Dienstag, den 29.7.2014 findet am Platz der Opfer des Nationalsozialismus eine Demo gegen Antisemitismus statt. Am Sonntag, den 2.8.2014 demonstriert die Palästinensische Gesellschaft München für ein freies Palästina. Wir werden uns beide Verantstaltungen ansehen und mal vergleichen was da so gesagt wird.

Das Volk an der Nase herumführen

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/a/a0/3_Kidnapped_Teens.jpg

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Drei israelische Jugendliche werden entführt. An sich weiß keiner, wer die Täter sind und trotzdem stellt sich Benjamin Netanjahu schnell vor die Presse und verkündet, dass Mitglieder der Hamas die Drei entführt haben. Daraufhin beginnt in Israel und speziell im Westjordanland eine als Suchaktion deklarierte Massenrazzia, bei der ungefähr vierzig Palästinenser festgenommen werden. Darunter auch Parlamentspräsident Asis Dweik. Gegen den Widerstand der Bevölkerung in einigen Viertel kämpfen die israelischen Suchtrupps mit Tränengas gegen Demonstranten, die zu einem großen Teil minderjährig sind. Ein Palästinenser stirbt.

Doch wie sich jetzt dank des ZDF Auslandsjournals herausstellte, ist die israelische Bevölkerung, sowie die gesamte westliche Medienwelt getäuscht worden. Eine Nachrichtensperre des Mossad hat verhindert, dass die Öffentlichkeit darüber informiert wurde, dass die drei entführten Jugendlichen schon während eines Notrufs, der bei der Polizei eingegangen war, erschossen wurden. Ein ausgebrannter Wagen wurde gefunden, mit den Leichen der Jugendlichen und trotzdem führt das israelische Militär eine Landesweite Suchaktion durch. Die Leichen werden erst zweieinhalb Wochen später präsentiert.

In der Zwischenzeit wurde auch ein palästinensischer Jugendlicher Opfer eines Übergriffs. Drei radikale Israelis verbrennen Mohammed Abu Chder auf offener Straße. Ein Racheakt aus Hass auf Araber. Die Vorgehensweise der israelischen Armee und dieser Rachemord sind Anlass genug für die Hamas durch Raketen aus Gaza den Krieg wieder zu beginnen.

Feiger Krieg der Hamas

http://en.wikipedia.org/wiki/Timeline_of_Operation_Pillar_of_Defense#mediaviewer/File:IronDome246.jpg

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Die Hamas startet einen massiven Beschuss israelischer Siedlungen mit Quassam-Raketen. Diese Raketen sind zwar selbstgebauter Schrott und sie töten anfangs keine Menschen (auch dank dem Iron Dome Raketenschutzschild), aber verständlicherweise lässt eine israelische Antwort nicht lange auf sich warten. Massive Luftschläge auf Gaza-Stadt töten binnen einer Woche fast 1000 Menschen, zum größten Teil Zivilisten (viele davon Kinder). Das liegt aber aber vor allem daran, dass die Hamas ihre Raketenabschussrampen immer in Wohngebieten, oft in Krankenhäusern und Schulen, versteckt. Ziel ist es, die israelische Regierung zu Menschenrechtsverletzungen im ganz großen Stil zu verleiten. Und genau dafür wird Israel dann angeklagt. Gegen Israel spricht in diesem Fall die einseitige Kriegsführung, die dafür sorgt, dass auf israelischer Seite minimale Verluste zu beklagen sind, während die andere Seite leidet.

Schuld daran trägt die Hamas. Wenn man aber die Nachrichtensperre des Mossad und die Methode dahinter betrachtet, dann könnte man leicht glauben, der Krieg spiele Israel in die Karten. Denn Siedlungsbau, Friedensprozess und Zwei-Staaten Lösung sind weit entfernte Begriffe zurzeit. Außerdem ist die Koalition von Hamas und Fatah, die im letzten Jahr geschlossen wurde, nun Geschichte. Und wenn es der israelischen Regierung gelingt die Hamas tatsächlich zu entwaffnen, dann umso besser. Die Opfer, die das fordern wird sind nicht abzusehen. Und deshalb ist die Welt in Aufruhr. Erhitzte Gemüter, Steineschmeißer und judenfeindliche Parolen. Der Hass ist groß und er schwabbt nach Europa. In Paris werden Synagogen angegriffen und auch in Deutschland gibt es immer mehr Ausschreitungen bei eigentlich friedlichen Protesten.