STOP the Human Traffick

Menschenrechte Artikel 4:

Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.

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Heikel. Angst einflößend. Ein Schauer, der mir über den Rücken fährt, immer wieder, wenn ich mich mit diesem Thema auseinandersetze. Wir leben in einer Welt, in der es immer noch weit über 30 Millionen Sklaven gibt. Menschen, die angekauft wurden, meist für kleines Geld und in Containern oder Kofferräumen transportiert werden, benutzt werden als billige Arbeitskraft oder sie werden zur Prostitution gezwungen. Kinder ab 10 werden dazu gezwungen ihren Körper herzugeben für die abartigen Gelüste von westlichen Männern. Ich wiederhole, KINDER.

Wie ist es möglich, dass wir doch in einer so kultivierten und informierten Gesellschaft leben, und unsere Systeme es trotzdem zulassen, dass es jährlich hunderttausende Menschen gibt, die hier in unser Land geschifft werden und hinter verschlossener Tür in einem Loch leben müssen und zu Sachen gezwungen werden, die man sich einfach gar niemals vorzustellen vermag. Wie kann es denn sein, dass es niemandem auffällt?

Eine kurze Geschichte aus Liverpool, die mich vor drei Jahren dazu bewegt hat eine Kampagne an meiner Universität zu beginnen, die Aufmerksamkeit erregen sollte, den Leuten die Augen öffnen, dass diese Dinge HIER passieren.

2004 sind 20 Chinesische Arbeiter an der Küste zu Lancashire ertrunken. Sie haben als illegale Arbeitskräfte dort geschuftet, Herzmuscheln gesammelt und dann wurden sie einfach vergessen. Es gab ein Verfahren gegen die sogenannten Snake Head Gangs, die dafür verantwortlich waren, und für großes Aufsehen im Vereinigten Königreich gesorgt haben…. Es gibt hunderte solcher Fälle, die regelmäßig wieder unter den Tisch fallen.

Die Probleme unter anderem, mit welchen wir kämpfen, sind die Dunkelziffern. Man kann zwar eine Bilanz ziehen, aus den Fällen, die durch Razzias aufgedeckt wurden, aber es ist zu schwammig festzustellen, wie viele es wirklich sind. Es ist dennoch sicher, dass es tausende pro Jahr sind. Irgendwo ist hier doch ein Riss im System?

Ein Beispiel, wie machtlos die Behörden in Deutschland tatsächlich sind und eine Fragestellung, ob etwas an der Verfassung geändert werden sollte, zum Schutze der Opfer, möchte ich anhand der Geschichte von Yamina erzählen:

Yamina ist 15 und hat bis zu 70 Freier in der Woche. In Ihrer Heimat Nigeria wurde ihr neues Glück versprochen, in Europa. Sie konnte endlich den Slums von Lagos entfliehen. Viele der Zwangsprostituierten werden entweder von Ihren Angehörigen verkauft, ihnen werden Modelljobs versprochen, gute Arbeit und ein wohlhabendes Leben. Ihnen wird die unendlich lange und mühsame Fahrt beziehungsweise, der grausame Transport vorenthalten, dass sie in Absteigen leben müssen und teilweise monatelang kein Tageslicht sehen. Das Einzige was sie sehen sind ihre Peiniger und ihre “Kunden”.

Yamina hat es geschafft, nach einem erfolglosen Fluchtversuch, wurde eine Razzia ihrem Bordell gemacht und sie hatte Glück, dass sie nicht abgeschoben wurde, sondern die Möglichkeit erlangt, hier ihren Hauptschulabschluss zu machen. Sie muss dennoch aufpassen, da Ihre Händler sie noch suchen und sie wird niemals mehr zurück nach Nigeria gehen können. Die Menschenhändler pressen große Summen Geld als “Schuld” auf ihre Opfer. Yamina hatte Schulden von €52.000 für die “neue Möglichkeit” die ihr geboten wurde, dann €3.500 für falsche Pässe und Papiere und tatsächlich auch noch Miete, für das Loch in dem sie hausen musste.

Es rührt mich, dass Yamina es geschafft hat. Traumatisiert wird sie immer bleiben. Es ekelt mich an, dass es tatsächlich so viele Männer gibt, die für Sex mit einem Kind zahlen. 70 Freier auf ein Mädchen, wie viel hunderttausende Freier macht das auf Deutschland und die EU?

http://www.taz.de/uploads/images/684x342/zwangsprostitution_14_4_dpa.jpg

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Dennoch liegt hier eine phänomenale Ignoranz von unserem Sozialstaat vor. Warum werden Gesetze nicht geändert, dass Verantwortliche härter bestraft werden? Die Legalisierung von Prostitution hat scheinbar seit der Gesetzesänderung 2001 keinen Erfolg gebracht und führt tatsächlich dazu, dass es noch einfacher für die Vermittler ist. Es kann noch schlechter nachgewiesen werden, wer strafbar ist, was dann bedeutet,dass die Mädchen oder auch manchmal Jungs nach der dreimonatigen Schonfrist, die sie in Deutschland zum Kurieren bleiben dürfen, abgeschoben werden, wenn ihr Täter nicht gefunden wurde.

Um der Sache noch einen ganz fiesen Beigeschmack zu geben, wird auf vielen Ebenen vermutet, dass es sogar Beteiligung aus hohen Rängen gibt, die gewissen Einflüsse haben und das dreckige Geschäft von oben gut steuern können. Leider, und das ist so unfassbar traurig, kann man hier nur wenige Fakten bringen, sondern nur anhand Erfahrungsberichten und der außerordentlichen Arbeit von NGO’s und sozialen Einrichtungen erahnen, was vor sich geht. Aufhalten kann man es kaum. Dafür ist die Korruption zu groß.

Es ist wichtig, dass man sich bewusst macht, dass es hier passiert, gleich um die Ecke im Bahnhofsviertel, in München, Frankfurt oder in der Provinz an der Grenze zu Österreich. Und man sollte darüber sprechen. Immer wieder.

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