Pakistan – instabil und hoch gerüstet

http://hereandnow.wbur.org/2011/12/29/us-pakistan-relations

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Zu Beginn möchte ich kurz auf die Probleme eingehen, mit denen der Staat Pakistan zu kämpfen hat. Drei große innerstaatliche Konflikte sorgen für viele Unruhen und man weiß kaum noch Freund von Feind zu unterscheiden. Einmal hat Pakistan im Konflikt mit der Volksgruppe der Belutschen einen drohenden Bürgerkrieg im Westen. Dann ist Pakistan das Rückzugsgebiet für die bisher in Afghanistan agierende Al-Quaida, die im Land den kompletten Waffen und Drogenhandel kontrollieren. Und auf Regierungsebene lassen sich die Politiker entweder von den USA oder von China kaufen.

http://1.bp.blogspot.com/-cP8n2PvCBbg/T2Yu01_id5I/AAAAAAAAC0o/zjYAp8n6dSw/s1600/pakistan-nuclear-reactor.jpg

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Während hier schon das Potential für eine Eskalation der Gewalt höher ist als in jedem anderen Land, befinden sich im Land auch noch Atomwaffen, deren Produktion die Regierung mit großen Ambitionen vorantreibt. Wer nun wie leicht an diese Waffen gelangen kann weiß so gut wie niemand, aber der Fall um Abdul Kadir Khan, der Pläne für Atomwaffen an Nordkorea verkauft hat, zeigt deutlich, dass die Staatsmacht instabil ist. Damit wird Pakistan zum Versorger der von George Bush erklärten “Achse des Bösen”. Denn auch an den Iran wurde Know-How auf dem Gebiet der atomaren Waffentechnik weitergegeben.

Es bleibt aber nicht nur bei krimineller Kooperation auf Regierungsebene, sondern auch Pakistans Rolle als Umschlagplatz für konventionelle Waffen ist eine Form davon. Jede radikal islamische Terrororganisation, die im Norden Afrikas und im Nahen Osten agieren bezieht seine Waffen aus Landi Kotal. Dieser Ort liegt direkt an der Grenze zu Afghanistan und ist nicht unter der Kontrolle der pakistanischen Zentralregierung, sondern Stammesgebiet, das immer wieder von Anschlägen erschüttert wird.

http://allfreeimages2011.blogspot.de/2011/05/free-pervez-musharraf.html

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Zu allem Überfluss an Verwirrung kommt nun auch noch der ehemalige Diktator des Landes Pervez Musharraf zurück und verkündet seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen. Seine Chancen werden als schlecht eingestuft und Mordrohungen hat er auch schon bekommen. Dennoch lässt sich darin vielleicht ein, wenn auch sehr plumper Versuch der USA erkennen, wieder mehr Einfluss auf Pakistan zu gewinnen. Vor allem jetzt wo China riesige Bauprojekte in Pakistan betreut und finanziert.

Nur wie lässt sich Ordnung hineinbringen in ein solches Konglomerat aus radikalislamischer Ideologie, Rassenfeindlichkeit, Armut und Koruption? Eine Lösung scheint kaum zu finden und demokratischer Prozess wird immer wieder attackiert von Stammesfürsten und Terroristen. Daran ist wohl auch die Regierung schuld, die schlicht und einfach nicht alle gleich behandelt. Meiner Meinung nach hat Pakistan zurzeit den innere Konflikt mit dem meisten Potential für eine gewaltsame Eskalation, deren Folgen für die Ganze Region verheerend wären. Man stelle sich die Al-Quaida am Knopf einer Atombombe vor, wenn ein Staat wie Pakistan zusammenbricht.

 

 

Bezüge:

http://www.gfbv.de/pressemit.php?id=1416

http://www.spiegel.de/politik/ausland/musharraf-kehrt-aus-exil-nach-pakistan-zurueck-a-890667.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/gewalt-in-pakistan-sieben-tote-bei-attacke-auf-kraftwerk-a-891960.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistan-vermummte-angreifer-attackieren-nato-konvoi-a-891933.html

 

http://mapas.owje.com/maps/3213_pakistan-major-ethnic-groups-map.html

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