Wasser – Menschenrecht oder Spekulationsobjekt 2.0?

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Damit unsereins 1.3 Millionen Unterschriften für einen politischen Zweck zusammenbekommt müssen schon große Geschütze wie nahende Atombebombung, böse schwarze Kinderräuber oder der gute, alte Dalai Drama, äh Lama aufgefahren werden um irgendeinen hinterm dem Ofen hervorzulocken. Seit Dezember 2012 beschäftigt das politische Interesse jedoch ein weiteres Thema, das selbst mich politischen Analphabeten zum Wutbürger mutieren ließ.

Es handelt sich um den „Richtlinienvorschlag zur Konzessionsvergabe” der EU Kommission, der die Privatisierung von Wasser beinhaltet.
Privatisierung bedeutet, dass künftig der Wasserpreis vom Börsenkurs abhängen würde. Wasser könnte somit zum Exportschlager werden, der von multinationalen Großkonzernen kontrolliert wird. Die Konsequenzen sind drastisch am Beispiel von Paco de Ferreira sichtbar, einer Stadt im Krisenland Portugal, wo die Wasserprivatisierung bereits in Gang gesetzt wurde.

1. Qualitätsverlust des Wassers, da gängige Richtlinien ja nun nicht mehr eingehalten werden müssen.

2. Eine Preissteigerung bis zu 400%, was Wasser -- eigentlich ein UN Menschenrecht -- nun die Bürger vor die existentielle Frage stellt, ob sie sich Wasser noch überhaupt leisten können.

3. Das Problem, ob die Nachhaltigkeit des Wassers in Zukunft noch gesichert ist

Nach dem allgemeinen Aufschrei der Medien und somit der Öffentlichkeit, wurde nun nachgebessert; solch ein Vorhaben ist ja auch schließlich verdammt schlechte PR. So dachte auch die CDU, die daraufhin einen Beschluss gegen den besagten Antrag zur Privatisierung absegnete. Blöd nur, dass gerade mal 5 Abgeordnete für diesen Antrag und 212 dagegen gestimmt haben, mit der Begründung, dass sich doch Brüssel damit rumschlagen solle.
Ja und was meint Ihr, werte Politik-interessierte Ökojugend, was in Brüssel passiert? Richtig, da stimmt die Merkel, Parteitagsbeschluss hin oder her, natürlich für den Antrag zur Privatisierung. Zwar wird dieser vordergründig, aufgrund des erwähnten Medienechos und des allgemeinem Volksunmuts entschärft, indem man Stadtwerke, deren Wasserumsatz  um mindestens 80% in der eigenen Kommune umgesetzt wird aus der besagten Richtlinie ausklammert, jedoch ist diese Nachbesserung wie man sich ja denken kann, eher repräsentativ als ein ernstzunehmendes Friedensangebot. Denn die Essenz der sagenumwobenen Richtlinie bleibt: Marktöffnung und steigender Druck hin zur Privatisierung.

Wer jetzt den Drang verspürt irgendwo reinzuschlagen oder zumindest ein Transparent zu basteln kann auf den beigefügten Link klicken und seine Stimme gegen die Privatisierung von Wasser dort abgeben.

Mein mentaler Wasserwerfer ist bereits angeworfen. Der ist wenigstens noch umsonst und außerdem ökologisch auch vertretbar.

http://www.right2water.eu/de

 

Für mehr mediales Futter:

http://www.wdr.de/tv/monitor/  Min: 7:22

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/1213/wasser.php5